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Sensibilisierungsoffensive Rheinhessen

Zwei Personen mit Wanderrucksäcken stehen bei einem Mann auf einem roten Traktor. Die Szene befindet sich auf einer Grünfläche mit Bäumen; im Hintergrund erstrecken sich Felder, Weinberge und eine Ortschaft.©Quelle: Dominik Ketz

Für ein gutes Miteinander auf Wirtschaftswegen

Wirtschaftswege sind Arbeitsraum für Landwirtschaft und Weinbau und werden zugleich von Radfahrenden, Wandernden und weiteren Freizeitaktiven genutzt. Dadurch entstehen immer wieder Nutzungskonflikte. Die Rheinhessen-Touristik GmbH hat deshalb gemeinsam mit Partnern aus Landwirtschaft, Tourismus, Kommunen und Verbänden die Sensibilisierungsoffensive Rheinhessen gestartet. Eine Lenkungsgruppe begleitet das Projekt und entwickelt gemeinsame Lösungsansätze.

Wichtige Grundlagen geschaffen

Erste Maßnahmen wurden bereits im Rahmen des radtouristischen Entwicklungsplans entwickelt und umgesetzt. Dazu gehören:

  • das Wissenspapier zum touristischen Radverkehr auf Wirtschaftswegen mit Informationen zu rechtlichen und finanziellen Fragen sowie Empfehlungen für Kommunen
  • die gemeinsam mit dem Landesbetrieb Mobilität entwickelte Bodenmarkierung „Gemeinsam mit Rücksicht“

Beide Maßnahmen bilden wichtige Grundlagen für die Aufklärung und Sensibilisierung.

Vier zentrale Konfliktfelder

Eine Online-Befragung zeigte vier zentrale Konfliktfelder auf:

  • Müll und Hinterlassenschaften
  • freilaufende Hunde und Hundekot
  • unsichere Begegnungen auf den Wegen
  • Behinderungen der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung

Über 1.000 Landwirte, Winzer, Personen aus Forst und Jagd sowie Wandernde, Radfahrende, Hundebesitzer und Sporttreibende brachten hier ihre Erfahrungen ein. Im Mittelpunkt standen die Fragen: Wo und wann entstehen Konflikte auf Wirtschaftswegen? Welche Situationen werden als besonders problematisch wahrgenommen – und was kann helfen, sie zu vermeiden?

Von der Grundlagenarbeit in die breite Kommunikation

Aufbauend auf den bisherigen Maßnahmen und den Ergebnissen der Befragung sollen die zentralen Botschaften nun mit wirkungsvollen Kommunikationsmitteln in die Fläche getragen werden. Ein Kommunikationskonzept mit übergreifenden und zielgruppengerechten Botschaften soll das gegenseitige Verständnis stärken, zu mehr Rücksichtnahme anregen und Nutzungskonflikte minimieren. Die Umsetzung erster Maßnahmen erfolgt im Rahmen eines LEADER-Vorhabens.