Mehr Hotelbetten für eine wachsende Reiseregion
Rheinhessen verfügt über großes touristisches Potenzial – benötigt dafür jedoch ein stärkeres und passgenaueres Hotelangebot. Das ist das zentrale Ergebnis der neuen Hotelmarktanalyse für die Region, die am 6. Oktober in Worms vorgestellt wurde.
Beauftragt wurde die Analyse von der IHK für Rheinhessen gemeinsam mit der Rheinhessen-Touristik, mainzplus CITYMARKETING sowie den Wirtschaftsförderungen der Städte Alzey, Ingelheim und Worms. Durchgeführt wurde sie von der dwif-consulting GmbH.
Im Rahmen des Tourismusforums „Hotelpotenziale in Rheinhessen: Betten schaffen! Aber wo und welche?“ wurden die Ergebnisse im IHK-Dienstleistungszentrum Worms erstmals präsentiert und mit Vertreterinnen und Vertretern aus Tourismus, Wirtschaft und Politik diskutiert.
Die Analyse zeigt deutlich: Die Nachfrage nach Übernachtungen in Rheinhessen ist vorhanden, das Angebot weist jedoch Lücken auf. Insbesondere Aktivhotels, Budget-Design-Hotels, Wellnessangebote und Boutiquehotels sind in der Region bislang unterrepräsentiert. Dadurch bleibt touristische Wertschöpfung ungenutzt oder fließt in andere Regionen ab.
Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung des Tourismus für Rheinhessen wird der Ausbau des Beherbergungsangebots zu einer zentralen Zukunftsaufgabe. Mehr und besser positionierte Hotels können dazu beitragen, Aufenthaltsdauern zu verlängern, Ganzjahresnachfrage zu stärken und neue Impulse für den Wirtschaftsstandort zu setzen.
Zugleich eröffnet die Hotelmarktanalyse konkrete Chancen für Investoren, Kommunen und touristische Partner. Gefragt sind strategisch passende Standorte, schnellere Verfahren, gezielte Unterstützung und eine klare Ansiedlungspolitik.
Damit wird deutlich: Rheinhessen hat die Nachfrage, die Themen und die touristische Attraktivität. Um dieses Potenzial stärker in regionale Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Aufenthaltsqualität zu übersetzen, braucht es nun passgenaue Hotelinvestitionen in der Fläche.




