Zielgruppenorientierte Netzplanung: die Welotouren als Routennetz der Zukunft
Die Entwicklung der Radmarke „Welotouren“ und des neuen Routennetzes orientiert sich konsequent an aktuellen Markterkenntnissen und den Bedürfnissen der Kernzielgruppe der Aktiven Naturgenießer. Im Mittelpunkt stehen Tourenradlerinnen und Tourenradler mit und ohne E-Bike, die Rheinhessen auf gut bewältigbaren, abwechslungsreichen und genussorientierten Rund- und Sterntouren erleben möchten.
Geplant ist ein zukunftsfähiges, vernetztes Radangebot mit 10 bis 14 Welotouren in marktgerechter Länge – in der Regel zwischen 20 und 40 Kilometern, mit einzelnen Touren bis maximal 60 Kilometern. Ausgehend von ausgewählten Kristallisationsorten mit guter touristischer Infrastruktur machen die Routen ein authentisches Rheinhessen-Erlebnis erfahrbar und verbinden hohe Netzqualität mit den Profilthemen der Destination: Rhein, Wein, Weite und Kultur.
Sichere Orientierung, guter Wegezustand, Rastmöglichkeiten, Einkehr, fahrradfreundliche Unterkünfte, Radabstellanlagen und Serviceangebote gelten dabei als grundlegende Qualitätsanforderungen. Ergänzend werden touristische Highlights, Weinlandschaft, Orte, Sehenswürdigkeiten, Gastronomie, Weinstände und niedrigschwellige Kulturangebote sinnvoll in das Routennetz eingebunden.
Der Rheinradweg bleibt als überregional bedeutender Fernradweg eigenständiger Bestandteil des Netzes und wird zugleich gezielt mit regionalen Rundtouren verknüpft. Darüber hinaus werden destinationsübergreifende Routen integriert, um beliebte Freizeiträume über Verwaltungs- und Destinationsgrenzen hinweg für Einheimische und Gäste besser nutzbar zu machen.
Die Umsetzung folgt einer klaren Qualitätslogik: Zunächst werden Infrastruktur und Netzqualität gesichert, anschließend die regionale Profilierung der Routen gestärkt und schließlich ergänzende Service- und Erlebniselemente gezielt eingebunden.


